Privates Förderzentrum  esE

Heimschule Birkeneck  

Tagesklassen mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (esE)

 

Zielgruppe

Die Tagesklassen richten sich an Jugendliche aus dem Landkreis Freising, für die aufgrund von längerfristigen und umfassenden Schwierigkeiten im Sozialverhalten die allgemeine Mittelschule nicht der geeignete Lern- und Förderort ist. Sie zeigen ausgeprägte Auffälligkeiten in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung, bezüglich ihres Erlebens und ihrer Selbststeuerung, und damit verbunden häufig in ihrem Lern- und Leistungsverhalten, z.B.: verminderte Anpassungsfähigkeit, schwere Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS), auffälliges Sozialverhalten,  oppositionelles Verhalten, aggressives Verhalten, Angst, Rückzug, Depressivität, Fluchtverhalten, zwanghaftes Verhalten.

 

Aufnahme - Wie kommt Ihr Kind zu uns?

Die Aufnahme wird durch die Erziehungsberechtigten beantragt. Voraussetzung für den Besuch unseres Förderzentrums ist ein Sonderpädagogisches Gutachten. Dieses kann vom mobilen Sonderpädagogischen Dienst an der jeweiligen Mittelschule oder von unserer Schule erstellt werden. In diesem Gutachten wird der jeweilige, individuelle sonderpädagogische Förderbedarf umfassend beschrieben. Es ist die Grundlage für den Besuch einer Förderschule.

 

Pädagogische Schwerpunkte

Unser pädagogischer Ansatz orientiert sich an den Stärken, Möglichkeiten und Fähigkeiten der Jugendlichen. Wir unterstützen sie, ein positives Selbstbild zu entwickeln und ihre Talente zu entdecken. Die Grundlage dafür ist, dass sie sich selbst besser kennen lernen, vor allem und im Besonderen ihre Gefühle und Bedürfnisse. Dazu dienen alltägliche Konflikte und Herausforderungen als Lernanlass. Wir helfen den Jugendlichen in diesen Situationen, ihre zu Grunde liegenden Emotionen und Wünsche erst einmal wahrzunehmen und anzuerkennen. Darauf aufbauend lernen die Jugendlichen alternative Verhaltensweisen kennen, um ihre Bedürfnisse angemessen zu äußern und zu erfüllen.

 

Klassenstruktur

Im Vergleich zur Mittelschule ist die Klassenstärke deutlich reduziert. Gleichzeitig sind in der Klasse immer zwei Pädagogen anwesend. Mit maximal 9 Schülern und zwei Betreuern gelingt es uns deutlich besser, den besonderen Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden. Wir können sie so entsprechend ihrer persönlichen Entwicklung und ihres individuellen Lernstandes fördern.

 

Tagesstruktur

Für Jugendliche mit einem Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung ist eine klare und regelmäßig Tagesstruktur sehr wichtig. Sie gibt Sicherheit und Orientierung. Daher verbleiben die Schüler vor- und nachmittags in der selben Gruppe. Ebenso ist die Heilpädagogische Unterrichtshilfe vom Vormittag auch am Nachmittag dabei und wird durch eine zweite pädagogische Kraft unterstützt. So ist eine große Kontinuität gegeben, die es ermöglicht, z.B. Themen vom Vormittag auch am Nachmittag aufzugreifen. Das gemeinsame Mittagessen in der Gruppe ist ein wichtiges Element. Nach Möglichkeit kochen die Schüler im Rahmen des Faches „Praxis Soziales“ auch ein- oder zweimal in der Woche selbst. Der Unterricht nach Stundentafel findet regulär am Vormittag statt. Die Nachmittage dienen der pädagogischen Freizeitgestaltung, der weiteren Förderung und der Stärkung des Gruppenprozesses.

 

Inhalte und Arbeitsweise

Die Lernziele und Inhalte entsprechen denen des Lehrplans der Mittelschule. Sie müssen aber zum Teil didaktisch und methodisch modifiziert werden, damit auf die individuellen Bedürfnisse (wie kurze Konzentrationsspanne, wenig Motivation, …) der Schüler eingegangen werden kann. Ebenso wird dem Lernprozesse im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung viel Platz und Zeit eingeräumt.